Wer ist Marita Anna Wagner?

Mein vollständiger Name ist Marita Anna Theresa Wagner, was im internationalen Kontext leider allzu oft zu Verwirrung führt. Ja, ich habe wirklich drei Vornamen. Lerne ich neue Südafrikanerinnen und Südafrikaner kennen, fragen sie mich immer, ob sich meine Eltern nicht für einen Namen entscheiden konnten.

Marita Anna Wagner (© Mina Jung Photography)

Weil viele Afrikanerinnen und Afrikaner in der Vergangenheit Probleme hatten, sich meinen ersten Vornamen – Marita – zu merken oder auszusprechen, habe ich schnell begonnen, mich als Anna Wagner vorzustellen. So kommt es, dass mich die meisten deutschen Freunde als Marita, meine afrikanischen Freunde hingegen als Anna ansprechen. Doch keine Sorge, egal, wie Ihr Euch entscheidet, ich reagiere auf beide Namen, versprochen.

Ich studiere Katholische Theologie (Magister) an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main.

Seit Beginn meines Studiums im Oktober 2012 habe ich als studentische Hilfskraft am Institut für Weltkirche und Mission (IWM), ebenfalls in Frankfurt am Main, gearbeitet.

Durch meine Mitarbeit im Institut wurde meine eigentliche Neugier an weltkirchlichen Fragestellungen geweckt, welche sich durch meine Praktikumszeit beim Internationalen katholischen Hilfswerk missio Aachen (2013) weiter vertiefte.

Praktische Erfahrungen in diesem Arbeitsfeld sammele ich durch die Mitarbeit bei einem Stipendienprogramm, welches äthiopischen Jugendlichen einen Zugang zu Ausbildung und Studium innerhalb ihres Landes ermöglicht. Es trägt den Namen Rahel – Ein Bildungsprojekt für Adigrat und ist damit nach dem ersten Mädchen benannt, welches wir 2010 begannen, finanziell zu fördern: Rahel Hailey. Im Rahmen dieser Initiative von Studierenden der PTH Sankt Georgen, durfte ich im Sommer 2014 nach Äthiopien fliegen und unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Projektpartner kennenlernen. Es war meine erste Reise auf den afrikanischen Kontinent.

Alle diese Erfahrungen führten dazu, dass ich schließlich für längere Zeit in einem Missionsland leben wollte, um die dortige Theologie und Kirche intensiver studieren zu dürfen.

Für ein Jahr lang studierte ich deshalb 2015 an der theologischen Fakultät der University of Pretoria in Südafrika und fand dort meine zweite Heimat.

Während meines Auslandsaufenthaltes entdeckte ich einmal mehr meine Leidenschaft für das kreative und journalistische Schreiben. Für weltkirche.katholisch.de (Konferenz Weltkirche) wurde ich deshalb als Bloggerin aktiv und berichtete regelmäßig aus Südafrika und den dortigen theologischen, kulturellen, politischen sowie wirtschaftlichen Ereignissen.

Zurück in Frankfurt war der Kulturschock dann gewaltig, die Wiedereingewöhnungsphase zog sich in die Länge. So viele Erfahrungen und Begegnungen, die verarbeitet, geordnet und evaluiert werden mussten.

Einen Raum dazu bot und bietet mir die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) in Heidelberg, wo ich 2016 ein Praktikum absolvierte und seitdem auch weiterhin in die Arbeit involviert bin.

Weil die Sehnsucht nach Südafrika immer größer wurde und der Kontakt zu meinen dortigen Freunden und Professoren noch immer in regem Gange war, stand bald fest, dass ich zurückkehren muss.

Und hier bin ich nun, Pretoria, im August 2017.

Ich bin an die theologische Fakultät der University of Pretoria zurückgekehrt, und werde hier nun meine Magisterarbeit zum Thema „Versöhnungs- und Gerechtigkeitsprozesse in Südafrika nach Beendigung der Apartheid“ schreiben. Dabei stehen mir meine deutsche Mentorin, Frau PD Dr. Klara Csiszar, aus Sankt Georgen, sowie mein südafrikanischer Professor als Zweitgutachter zur Seite.

Auch dieses Mal möchte ich Euch gerne wieder an meinem Leben in Südafrika Anteil haben lassen und Euch die hiesige Kultur näher bringen, weshalb ich diese Homepage gestaltet habe.

Angeregt wurde diese Idee durch meine derzeitige Teilnahme am Medienstudienprogramm in Sankt Georgen und seinen Leiter, JProf. Wolfgang Beck. Bei der technischen Umsetzung und Gestaltung hat mir mein guter Freund Thomas Porwol geholfen, dem ich an dieser Stelle für die vielen Stunden Arbeit danken möchte, die er gemeinsam mit mir in diese Homepage investiert hat.

Ich bin gespannt auf dieses neue Projekt und schon jetzt dankbar für die unglaubliche Unterstützung, die mir in den vergangenen Monaten durch so viele Menschen zuteil wurde.

Danken möchte ich in diesem Rahmen der Hochschule Sankt Georgen für die erneute Bewilligung meines Deutschlandsstipendiums sowie der Stiftung DEY aus dem Bistum Limburg für die finanzielle Unterstützung durch ein Forschungsstipendium. Ohne diese beiden Zuwendungen wäre es mir nicht möglich gewesen, dieses Forschungsprojekt in Südafrika anzugehen.

Danken möchte ich vor allem meinen südafrikanischen Freundinnen und Freunden sowie den Lehrenden der theologischen Fakultät von Pretoria. Danke, dass Ihr mir gegenüber von Anfang an so aufgeschlossen wart und mich bereitwillig in Eurer Gemeinschaft aufgenommen habt. Danke, dass Ihr mir immer offen und ehrlich meine Fragen zu Südafrika und seinen Herausforderungen erklärt und mich so für die kontextuellen Fragen dieses Landes sensibilisiert habt. Und danke vor allem dafür, dass Ihr mich als Europäerin mit Interesse an Eurem Leben überhaupt ernst nehmt.

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